Naming: Private Spa statt Wellness
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Naming: Private Spa statt Wellness

far.consulting entwickelt Namen, Marken und Trendbegriffe: Private Spa ist von einer ganzen Branche angenommen worden.

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  • Client:

    Gentner Verlag Stuttgart, Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS)

  • Our Role:

    Naming

Es ist nicht mehr zu übersehen: Das Bad wird wohnlicher, sowohl in Bezug auf verwendbare Materialien als auch in Bezug auf die Raumnutzung und -ausstattung.

Dieser Lifestyle-Trend braucht ein neues Raumkonzept. Die von der Sanitärwirtschaft hierfür ent wickelten Modelle weisen viele unterschiedliche Elemente auf – wie etwa Wohnlichkeit, Funktionsdifferenzierung, Wasserinszenierung oder Regenduschen –, die einzeln gesehen nichts Revolutio-näres an sich haben, deren sinnvolle Kombination jedoch einen innovativen, ambitionierten Badezimmertyp schafft: das Private Spa. Im Bad wird Wellness zur Kultur, und im Private Spa nimmt diese Kultur eine feste Form an. Das Private Spa ist aber auch Ausdruck eines neuen Verständnisses von Luxus, der darin liegt, Raum und Zeit zu finden, um für das körperliche und seelische Wohlbefinden zu sorgen. Denn fast noch wichtiger als der „Spa-Effekt“ ist beim Private Spa das „Private“: Nur in der Abgrenzung von Öffentlichkeit – sei es die berufliche oder die soziale Öffentlichkeit, die im Zuge von Homing auch in der eigenen Wohnung zunehmend präsent sind – finden wir heute den nötigen Abstand, der Entspannung und Selbstfindung ermöglicht. Der Purist wird dabei eher ein Gestaltungsprinzip des Weniger-ist-Mehr favorisieren und vielleicht ein möglichst natürliches Ambiente oder das naturnahe Erlebnis suchen. Doch auch die komfortable Variante eines Private Spa – ausgestattet etwa mit Dampfsauna, Musikanlage, TV, digitalisierter Bedienung, Bücherregal, Kamin und Sessel – bietet als Voraussausetzung für Entspannung ein Gefühl der Geborgenheit und einer Ästhetik der Harmonie zwischen menschengemachter Materialität und der elementaren Kraft des Wassers. Private Spa ist ein Badkonzept, das die Routine zum Ritual und das Wasser zum Erlebnis macht.

Entstanden ist der Begriff „Private Spa“ auf der Suche nach einer neuen Formulierung für das inflationär genutzte Wort „Wellness“. Spätestens seit der Verwendung von Kaffeeröster oder Disconter boomen Wellness-Tastaturauflagen oder Wellness-Tees. Eigentlich konnte die Sanitärbranche mit dem Wellness-Begriff von Anfang an nicht so viel anfangen, war er eher ein Kunstberiff und traf im Wortkern nicht wirklich den Bedeutungsraum der professionellen Produkte rund das Wasser im Badezimmer.

Im Jahr 2003 entwickelte FAR_consulting für die Fachzeitschrift SBZ (Gentner Verlag Stuttgart) einen Badplanungswettwerb, der aktuell in der 5. Runde stattfindet. Die erste Planungsaufgabe für die Wettbewerbsteilnehmer war die Entwicklung eines „Private Spas“. Der Wettbewerb ist mittlerweile zum Benchmark für ambinionierte Badplaner in Deutschland geworden. Seinen zweiten Auftritt hatte dann der Begriff bei der PR-Aktion der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS) „Pop up my Bathroom“. Private Spa wurde dabei von far.consulting als einer von zehn wichtigen Trends in der Sanitärbranche lokalisiert und beschrieben. Es folgten unzählige Veröffentlichungen, auch in internationalen Medien, die den Begriff „Private Spa“ weiter verbreitet haben. Wenn ein Begriff sich zu einem Gattungsbergriff entwickelt, entsteht für eine breite Masse von Menschen ein positives Bild im Kopf. Dieses Bild machen sich seit einigen Jahren zunehmend Unternehmen der Sanitärbranche zu nutze.

far.consulting entwickelte zahlreiche andere Begriffe, wie z.B. Easy Bathroom oder „My personal needs“. Neben neuen Produktnamen entwickelt far.consulting Markennamen oder Slogans. Dabei wird dem neuen Produkt/Marke immer ein theoretischer Unterbau und eine emotionale Geschichte zugeordnet.